ELISABETHA GÜNTHARDT

Geboren 1943 in Muotathal (SZ),
Bürgerort, arbeite und lebe seit 1996 in Uznach (SG)

Vor vielen, vielen Jahren kam ich auf die Welt. Zwei Monate im Jahr verlor sich die Sonne hinter den Bergen und ich wollte als Kind immer wissen, wie es wohl hinter den Bergen aussehen konnte, dort wo die Sonne während der Winterzeit sich aufhielt. In den kalten, dunklen Wintertagen schrieb ich lange Briefe an unbekannte Menschen, und nach dem Fertigschreiben überlies ich meine textlichen Gedanken dem Feuer.
Als ich grösser wurde und ich die Gegend hinter der Bergen kennerlernte, dort wo sich die Sonne auch im Winter nicht verabschiedete, behielt ich das Geschriebene etwas länger, jedoch reduzierte ich die Wörter und schrieb Gedichte. Irgendwann bekam ich ein Kind, einen Mann, dann wieder ein Kind, arbeitete für alle, verabschiedete mich vom Mann und verlor ein Kind. Ich fing an zu malen. Ich entdeckte die bildliche Sprache.

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CAMERA OBSCURA

Der Begriff Camera obscura - dunkle Kammer - hat Mathematiker und Astronomen
bereits in früherer Zeit schon fasziniert. Lange vor der Erfindung der Fotografie wurde der Effekt beschrieben, den sich die Camera obscura zunutze machte.

Wenn im Dunkeln Licht durch eine winzige Öffnung auf eine Projektionsfläche eintritt, die gegenüber der Lichtöffnung liegt, entsteht ein seitenverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Abbild des Motives außerhalb des dunklen Raumes. Dieses Phänomen beruht auf der Gesetzmässigkeit der Optik. Mit der Entdeckung der lichtempfindlichen Substanzen wurde die Camera obscura zur Lochkamera, der einfachsten Variante des Fotoapparates.

© 2020 Elisabetha Günthardt

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